Die Grundübungen fürs Training zu Hause
Ein gutes Home Workout deckt alle großen Bewegungsmuster ab: beugen, drücken, ziehen, Hüfte strecken und den Rumpf stabilisieren.
- Kniebeugen: klassisch mit Körpergewicht, als Goblet-Kniebeuge mit einem Rucksack oder Wasserkanister vor der Brust oder als Bulgarische Kniebeuge mit dem hinteren Fuß auf dem Stuhl.
- Liegestütze: an der Wand oder erhöht am Tisch für den Einstieg, auf den Knien als Zwischenstufe, dann am Boden.
- Rudern: mit Widerstandsband um einen Türrahmen oder Tischbein, oder einarmig mit einem gefüllten Rucksack.
- Hüftheben (Glute Bridge): am Boden oder mit den Schultern auf dem Sofa, für Po und hintere Oberschenkel.
- Ausfallschritte: nach vorne, hinten oder zur Seite.
- Plank und Seitstütz: für einen stabilen Rumpf.
- Dips am Stuhl: für Trizeps und Schultern, aber nur so tief, wie es für deine Schultern angenehm ist.
Wie du Übungen ohne Gewichte schwerer machst
Das häufigste Problem beim Bodyweight-Training: Nach ein paar Wochen sind 20 Kniebeugen zu leicht. Statt einfach immer mehr Wiederholungen zu machen, hast du mehrere Stellschrauben:
- Tempo verlangsamen: drei bis vier Sekunden nach unten, kurze Pause, kontrolliert hoch.
- Einbeinig arbeiten: Bulgarische Kniebeuge, einbeiniges Hüftheben, Step-ups auf eine Stufe.
- Hebel verändern: Liegestütze mit erhöhten Füßen statt erhöhten Händen.
- Widerstandsband dazunehmen: um die Knie bei Kniebeugen und Hüftheben, oder unter den Füßen beim Schulterdrücken.
- Alltagsgegenstände als Gewicht: Rucksack mit Büchern, Wasserflaschen, ein Handtuch für Rudern im Türrahmen.
So bleibt das Prinzip der Progression erhalten, auch ohne Hanteln.
Beispielplan: drei Tage pro Woche
Ein einfacher Ganzkörperplan für Montag, Mittwoch und Freitag. Mach jeweils 3 Sätze und wähle eine Variante, bei der du etwa 8 bis 15 saubere Wiederholungen schaffst:
- Kniebeuge oder Bulgarische Kniebeuge
- Liegestütze in der passenden Stufe
- Rudern mit Band oder Rucksack
- Hüftheben
- Ausfallschritte rückwärts
- Plank, 20 bis 45 Sekunden
Wärm dich vorher fünf Minuten auf, zum Beispiel mit Marschieren auf der Stelle, Armkreisen und ein paar langsamen Kniebeugen. Mit Aufwärmen und Pausen bist du in etwa 30 bis 40 Minuten durch. An den freien Tagen tut ein Spaziergang gut.
Platz, Zeit und Motivation
Zu Hause fällt die Anfahrt weg, aber dafür lauern Sofa und Handy. Ein paar Dinge helfen:
- Fester Termin im Kalender, wie ein Arzttermin.
- Eine Ecke frei räumen, damit du nicht erst Möbel schieben musst.
- Rutschfeste Unterlage oder Matte, vor allem auf Parkett.
- Notizen machen: Welche Variante, wie viele Wiederholungen? Nur so siehst du Fortschritt.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Jeden Tag ein anderes YouTube-Video ohne roten Faden
- Nur Bauchübungen und Hampelmänner statt Kraftübungen
- Keine Steigerung, weil „ist ja nur zu Hause“
- Technik opfern, um mehr Wiederholungen zu schaffen

