Krafttraining mit der Apple Watch
Beim Krafttraining ist das Smartphone oft der größte Störfaktor. Du willst nur kurz nachsehen, wie viele Wiederholungen du letzte Woche geschafft hast, und landest in Nachrichten. Die Uhr am Handgelenk löst das: Ein Blick genügt für Übung, Satz und Pause.
Worauf du achten solltest:
- Sitz der Uhr: etwas fester als im Alltag und eine Fingerbreite oberhalb des Handgelenkknochens. Bei Übungen mit stark gebeugtem Handgelenk, etwa Liegestützen oder Frontkniebeugen, kann die Pulsmessung kurz ungenau werden.
- Pausen einhalten: Ein Countdown am Handgelenk verhindert, dass aus 90 Sekunden fünf Minuten werden.
- Puls richtig deuten: Beim Krafttraining steigt der Puls während des Satzes und fällt in der Pause. Ein hoher Puls ist hier kein Maß dafür, wie gut das Training war. Entscheidend sind Gewicht, Wiederholungen und Technik.
Laufen und Gehen mit der Apple Watch
Für Ausdauertraining spielt die Uhr ihre Stärken voll aus. Sie misst Distanz, Tempo und Puls und zeigt Zwischenzeiten an.
Pulszonen verstehen
Pulszonen teilen die Belastung grob nach Intensität ein. Für die meisten Freizeitläufer gilt:
- Lockere Zonen: Du kannst dich noch unterhalten. Der Großteil des Ausdauertrainings findet hier statt und baut die Grundlagenausdauer auf.
- Mittlere Zonen: zügiges Tempo, das Sprechen fällt schwerer.
- Hohe Zonen: nur kurze Abschnitte, etwa bei Intervallen.
Ein häufiger Fehler ist, jeden Lauf zu schnell anzugehen. Viele profitieren davon, die meisten Einheiten bewusst locker zu laufen und nur gelegentlich Tempo zu machen. Die Zonen der Uhr basieren auf Schätzungen, nimm sie als Orientierung, nicht als exakten Wert.
Gehen zählt auch
Zügiges Gehen ist eine unterschätzte Trainingsform, besonders für Einsteiger, an Ruhetagen oder nach einer Pause. Mit der Uhr siehst du Distanz und Tempo und kannst dich Woche für Woche leicht steigern.
Grenzen der Apple Watch
Die Apple Watch ist kein medizinisches Messgerät. Kalorienverbrauch und Pulszonen sind Schätzungen, die je nach Sitz, Hautkontakt und Bewegung schwanken. Sie zeigt Trends gut an, einzelne Werte solltest du nicht überbewerten. Bei Beschwerden wie Brustschmerzen oder Schwindel hilft keine Uhr, sondern ärztlicher Rat.
Tipps für den Alltag
- Lade die Uhr vor dem Training, damit sie die Einheit durchhält.
- Nutze ein Sportarmband, das beim Schwitzen nicht verrutscht.
- Schalte Mitteilungen im Training stumm, damit du fokussiert bleibst.
- Schau nach dem Training auf den Verlauf über Wochen, nicht nur auf die einzelne Einheit. Wird dein Puls bei gleichem Lauftempo langsam niedriger, ist das ein gutes Zeichen für deine Ausdauer.

